Im Gespräch mit Aydin Akin: Fahrradfahren, Gesundheit und mehr

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Herr Akin fährt schon beeindruckend lange mit seinem Rad durch Berlin, um auf die Themen aufmerksam zu machen, die ihm besonders am Herz liegen. Wir haben mit ihm über seine Aktion sowie seine neue Botschaft gesprochen. Ein Interview von Zoey Weddige Was haben Sie mit Ihrer neuen Aktion vor? Ich wollte eine Aktion „Fahre Rad, gib Corona keine Chance“ oder „Lasst mit dem Fahrrad unsere Gesundheit stärken und Corona bekämpfen“ machen.

Call for Papers: Fuß- und Radentscheidkonferenz

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Die Verkehrswende von unten begeistert Dich? Du bist ungeduldig, weil es nicht richtig vorangeht? Dann merke Dir KonRad21, die Konferenz für (Fuß- und) Radentscheide am 16./17. April 2021: Wir – eine Handvoll Fuß- und Radverkehrs-Aktivist*innen – organisieren eine Onlinekonferenz für zivilgesellschaftlichen Initiativen für die Verkehrswende auf kommunaler Ebene. Egal, ob sich die Gruppen in der Gründungsphase befinden oder schon jahrelange Erfahrung mitbringen, Hauptsache, der Fokus liegt auf Fuß- und Radverkehr.

Mit Rad und Tat – Ehrenamtliches Engagement in Berliner Radinitiativen

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Stellt euch einen riesigen, kunterbunten Haufen von Fahrradteilen vor. Geschwungene Lenker treffen auf geometrische Rahmen, ein knallroter Sattel glänzt, ein Pedal dreht sich, da hinten funkelt eine Felge. Jetzt kommen ein paar Leute zusammen und fangen an, aus diesen ganzen Teilen ein paar Räder zu bauen. Hier ein bisschen schrauben, dort ein neuer Schlauch... und zack, ein rosa Rennrad entsteht, ein MTB erwacht zu Leben und ein Hollandrad will endlich zum Einkaufen fahren. So in etwa kann man sich die vielen Berliner Radinitiativen vorstellen – hier treffen sich Leute mit einer Vision und gestalten zusammen Neues. So ungefähr sehen auch einige der Initiativen tatsächlich aus. Die meisten von ihnen verdanken ihre Existenz auch oder sogar ausschließlich dem Engagement von Ehrenamtlichen. Sie haben mit ihrem Enthusiasmus in den letzten Jahren jede Menge unterschiedliche Radinitiativen auf die Beine gestellt und in Bewegung gebracht: Antikapitalistisches DIY Festival, offene Werkstatt für alle, mit Menschen mit Fluchterfahrung, Raddemos und autofreie Kieze – Fahrrad-Engagement hat viele Gesichter. Vier davon möchten wir euch vorstellen. Hier erzählen euch Jonas von Rückenwind, Tatze von FRE!LAUF, Paulin von Bike Kitchen North East und Mascha von Changing Cities, was genau sie machen und was sie antreibt.

Subjektive Sicherheit ist wichtig!

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Als 2016 die Kampagne zum Radverkehrsgesetz in Berlin startete, formulierten die Aktivist*innen des Volksentscheid Fahrrad Berlin als eine wichtige Prämisse: „Jede*r soll sich mit dem Rad auf allen Straßen sicher fühlen.“ Baulich getrennte Radwege wurden eine zentrale Forderung der Initiative und haben nach langer Kampagne und Verhandlungen auch ihren Weg in das Berliner Mobilitätsgesetz gefunden. Das war ein großer Schritt, denn es kursierte lange die Überzeugung, dass nur wirklich sicher ist, wer „wie ein Auto“ im Straßenverkehr mitfahre. Der Begriff des „vehicular cycling” beschreibt genau diese Einstellung.

Fahrradaktivismus im Globalen Süden – ein Blick nach Oaxaca, Südmexiko

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Wie sieht Fahrradaktivismus im Globalen Süden aus? Im Interview sprechen wir mit Ben über seine Masterarbeit zu verschiedenen Radkollektiven in Oaxaca, Mexiko. Wir reden unter anderem über Inklusionsaktivismus, Fahrradfahren als ländliches Phänomen und feministische Kollektive, die Fahrradschulungen anbieten. Der Perspektivwechsel birgt einige Überraschungen.

Wie können Städte Kindern gerecht werden?

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Unsere Städte wurden für eine automobile Gesellschaft geplant und gebaut. Radfahrende „erfahren“ diesen Designfehler beinahe bei jeder Fahrt. Während das Fahrrad bereits für genug Erwachsene aus Angst vor dem motorisierten Verkehr in urbanen Zentren keine Option darstellt, ist die Situation für Kinder noch dramatischer. Wohl auch deshalb geht die eigenständige Mobilität von Kindern seit Jahrzehnten deutlich zurück, Stichwort “Elterntaxi”. Dabei können gerade Kinder der Welt zeigen, wie es besser geht, wie eine fünfzehnjährige Schülerin aus Stockholm in der Klimapolitik eindrücklich bewiesen hat. Aus Kindern auf Fahrrädern werden erwachsene Radfahrende, wenn sie bereits früh positive Erfahrungen auf dem Rad machen und keine Angst damit assoziieren. Die Verkehrsverhältnisse, die wir unseren Kindern heute bieten, können also entscheidend dazu beitragen, wie die Nutzungsanteile verschiedener Verkehrsmittel künftig aussehen. Und auch über das Thema Mobilität hinaus sind sich Experten einig, dass die Städte der Zukunft enorm davon profitieren, wenn die Belange von Kindern bei der Stadtplanung besser berücksichtigt werden.  

Freiheit auf zwei Rädern – Fahrradreisen im Corona-Sommer

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Fast 80% der Deutschen unternehmen mindestens einmal pro Jahr eine Urlaubsreise von fünf Tagen und mehr – viele sogar deutlich häufiger und länger. Doch ob der Ferienflieger nach Mallorca oder ein Pauschalurlaub im Strandhotel in diesem Jahr wirklich eine so gute Idee sind, darüber gehen die Meinungen auseinander. Informationen über Grenzöffnungen und Reisebeschränkungen ändern sich fast täglich und viele sind verunsichert, ob eine klassische Urlaubsreise in diesem Jahr überhaupt möglich sein wird. Doch der Sommerurlaub muss deshalb noch lange nicht abgeschrieben werden, denn direkt vor der Haustür wartet in ganz Deutschland eine sehr lohnende Alternative.

Ja – nein – vielleicht? Corona-bedingte Einrichtung temporärer Radwege

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Die Corona-Pandemie hat das Mobilitätsverhalten der Menschen von einen auf den anderen Tag stark verändert. Der Autoverkehr ging stark zurück und das Fahrrad wird schnell zum Gewinner in Krisenzeiten. Kaum befahrene Straßen lassen Platz für die Einrichtung pandemietauglicher Radwege. Doch nicht überall gelingt die Umsetzung.

Jubiläum: Zehn Jahre Mobilitätsprämie

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Genau 10 Jahre ist es nun her: Nach monatelangen Verhandlungen beschloss der Berliner Senat am 26. Mai 2010 die Mobilitätsprämie. Berlin ist heute Vorreiter und Vorbild für Großstädte weltweit. Mehrfach ausgezeichnet als nachhaltigste und lebenswerteste Metropole der Welt, inspiriert sie viele Städte zur Nachahmung. Vor Kurzem wurde der 26. Mai daher in Berlin zum Feiertag erklärt. Die große Jubiläumsfeier findet dieses Jahr auf dem Tegeler Feld statt, um gleichzeitig die lang ersehnte Eröffnung des Stadtparks auf dem ehemaligen Flughafengelände zu zelebrieren. Ein Blick auf Berlin vor und nach der Prämie, die den Stadtverkehr revolutionierte.